Sehen - Fühlen - Verstehen
Bilder - Philosophie

Frühe Bilder

Von meinen frühen Bildern (bis ca. 1984) sind einige verschenkt, viele zerstört oder nicht der Rede wert. 


Macy´s

Öl auf Pressspannplatte, 1981, 50 cm x 70 cm

Manhattan früh morgens, Dampf steigt aus den Schächten, Milchflaschen werden ausgeliefert, vor die Häuser gestellt, Obdachlose räumen ihr Nachlager vor Penn-Station. An der Fith Avenue riesige Schaufenster von Macy´s. Schwere Roben, die niemand trägt, geschichtslose Frauen, die es nicht gibt.  Erstarrt in einer Geschichte, die nie gewesen ist und nie sein wird.


Die Auferstehung des Fleisches oder die Menschwerdung des Heiligen Geistes

Öl auf Pressspannplatte 1978, (Ausschnitt , unvollendet u. beschädigt durch Wasserschaden)

"Im Verhältnis zu den sinnlichen Gegenständen ist das Bewusstsein des Gegenstandes wohl unterscheidbar vom Selbstbewusstsein; aber bei dem religiösen Gegenstand fällt das Bewusstsein mit dem Selbstbewusstsein unmittelbar zusammen. Der sinnliche Gegenstand ist außer dem Menschen da, der religiöse in ihm, ein selbst innerlicher - darum ein Gegenstand, der ihn ebensowenig verlässt, als ihn sein Selbstbewusstsein, sein Gewissen verlässt-, ein intimer, ja der allerintimste, der allernächste Gegenstand. (...)"

"Und hier gilt daher ohne alle Einschränkung der Satz: Der Gegenstand des Subjekts ist nichts anders als das gegenständliche Wesen des Subjekts selbst. Wie der Mensch sich Gegentand, so ist ihm Gott Gegenstand; wie er denkt, wie er gesinnt ist, so ist sein Gott. Soviel Wert der Mensch hat, so viel Wert und nicht mehr hat sein Gott. Das Bewusstsein Gottes ist das Selbstbewusstsein des Menschen, die Erkenntnis Gottes die Selbsterkenntnis des Menschen. Aus seinem Gotte erkennst du den Menschen, und hinwiederum aus dem Menschen seinen Gott; beides ist identisch. (Fußnote: Das Wissen des Menschen von Gott ist das Wissen des Menschen von sich selbst.)"

Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841, Suhrkamp 1976, S. 30